Maler-Profi

6 Tipps und Tricks für das richtige
Streichen vom Maler-Profi

Bevor man mit der Arbeit beginnt, sollte man sich vergewissern,
dass man alle nötigen Utensilien zur Verfügung hat.

6 Tipps und Tricks vom Maler-Profi

Bevor man mit der Arbeit beginnt, sollte man sich vergewissern,
dass man alle nötigen Utensilien zur Verfügung hat.

1. Eine Grundvoraussetzung ist die richtige Vorbereitung

Bevor man mit der Arbeit beginnt, sollte man sich vergewissern, dass man alle nötigen Utensilien zur Verfügung hat. Wenn Sie sich für ein Projekt entschieden haben, kann es an die Materialzusammenstellung gehen. Hierzu finden Sie unten einige Werkzeuge und Hilfsmittel aufgelistet, die Sie eventuell benötigen könnten:

  • Rollen in unterschiedlichen Werkstoffen und Größen
  • Abdeckbänder
  • Wasserwaage
  • Teleskopstange
  • Diverse Pinsel
  • Abdeckvlies
  • Unterschiedliche Farben (Dispersion, Isolierfarbe etc.)
  • Reinigungsmittel

2. Das richtige Abkleben ist die halbe Arbeit!

Abkleben

Ja. Wer diesen Ratschlag nicht zu Herzen nimmt, sollte die Arbeit eines Profis in Anspruch nehmen. Neben dem exakten Abkleben spielt auch die Wahl des Abdeckbandes bzw. Malerkrepps eine entscheidende Rolle. Für poröse und raue Untergründe im Außenbereich empfiehlt sich zum Beispiel das GWS Flachkrepp, das vor allem durch seine UV- und Wetterbeständigkeit eine gute Voraussetzung für Arbeiten im Außenbereich darstellt.

Für Untergründe die lackiert sind, wie beispielsweise Heizungen, eignen sich hitzebeständige bzw. speziell für diesen Zweck produzierte Bänder mit hoher Belastbarkeit gegen Feuchtigkeit und einer guten Lösbarkeit, ohne Schäden zu hinterlassen. Um Kurven abzukleben, wählt man am sinnvollsten ein Band, das flexibel und stärker gekreppt ist. Bei der Wahl der Abdeckbänder gilt es wie man sieht darauf zu achten, dass Art und Untergrund des Abdeckbandes geeignet sind.

Normalerweise ist es machbar, Lichtschalter und Steckdosen einzeln abzukleben. Ratsamer ist es aber, wenn Sie sich die sie Zeit nehmen und diese ganz demontieren. Auf diesem Wege können Sie lästige Farbrückstände an den Deckkappen verhindern. Dasselbe gilt für Regale und Sockelleisten. Kontrollieren Sie sich jedoch vorher, dass die Stromsicherung ausgeschaltet ist und kein Strom durchfließt.

Dank modernster Technologie ist heutzutage gutes Abdeckband oft rückstandslos entfernbar. Trotzdem sollte man einige Regeln berücksichtigen. Wenn man das Band zu früh entfernt entstehen eventuell Unterlaufspuren von nasser Farbe. Sollte man es allerdings zu spät entfernen, kann man sich im Anschluss über Bandreste auf dem Untergrund ärgern. Am besten ist es, wenn Sie warten bis die Farbe angetrocknet ist, aber noch einen bestimmten Grad an Feuchtigkeit hält. Sie sollten das Band gleichmäßig in einem Winkel von 30 bis 45 Grad vorsichtig abziehen.

3. Abdeckvliese und Schutzfolien sind gute Helfer

Glauben Sie nicht, dass eine herkömmliche Zeitung Ihre Möbel und Ihren Boden ausreichend vor Farbspritzern schützen kann. Vor dem eigentlichen Streichen und in Verbindung mit den Abklebearbeiten sollten Sie Ihre Möbel und den Boden mit Malervlies oder Abdeckfolie bedecken. Am besten verwenden Sie für das Fixieren ebenso Abdeckbänder, um einem Verrutschen entgegen zu wirken. Herkömmliche Folien haben den Nachteil, dass sie nicht so stabil sind und leichter einreißen können. Stattdessen lassen sie sich simpel per Doppelklebung an der Wand anbringen und ermöglichen das zweifarbige Streichen.

Genauso ist das Abdecken von Fenstern mit Folie leichter zu meistern. Weil das Malervlies reißfester und durch das Oberflächengewebe saugstärker ist, eignet es sich gut für Böden. Es eignet sich ebenso für intensiv begangene Zonen wie Arbeitscontainer, Baustellen, Flüchtlingsunterkünfte und Turnhallen. Darüber hinaus ist es umweltfreundlich produziert, rutschfest und man kann es mehrfach verwenden.

Eine Kombination aus Schutzfolie und Abdeckband stellen Faltmasker dar. Die gefalteten und ausrollbaren Folien sind an der Kante mit einem Klebeband versehen und punkten durch Komfort und Anwenderfreundlichkeit. Bei Arbeiten im Freien sollten Sie unbedingt auf die UV-Beständigkeit der verwendeten Klebebänder achten. Sollten trotzdem Farb-Kleckse auftreten, so entfernen Sie diese schnellstmöglich mit warmem Wasser und einem Tuch. Beides sollte immer bei Malerarbeiten bereitstehen.

4. Von Rollen und Pinseln – richtig auswählen und einsetzen

Die Rolle kommt logischerweise bei großen Flächen zum Einsatz. Mit Pinseln arbeiten Sie am besten an Ecken, Kanten und filigranen Arbeiten. Auch hier gilt die Regel: Flachpinsel eignen sich besser für größere Flächen, während Rundpinsel besser für präzise Arbeiten geeignet sind. Für Rollen gilt normalerweise: Qualitativ gute Rollen bestehen generell aus Polyacryl, Lammfell oder Polyamid und haben einen flaumigen und dicken Flor (Rollengewebe). Dadurch wird die Farbe besser an der Wand verteilt und unerwünschtes Abtropfen wird minimiert.

Der feine Unterschied zwischen Kurzhaar- und Langhaarrolle liegt nicht in ihrer Qualität, sondern ist vielmehr eine Frage des Untergrunds. Kürzere Fasern nutzen Sie am besten für glatte Oberflächen um einen feinen Anstrich zu erzielen. Lange Fasern kommen eher bei groben und strukturierten Untergründen zum Einsatz. Letztere haben vor allem den Nachteil, dass sie viel Farbe aufsaugen, dadurch mehr Farb-Spritzer entstehen können und sie mit der Zeit schwer in den Händen liegen.

Kleine Rollen benutzt man bei der Nachbearbeitung der Kanten und Ecken. Da Pinsel üblicherweise eine dickere Farbschicht an der Wand hinterlassen als Rollen, dienen die kleinen Rollen der Verteilung der überschüssigen Farbe an Kanten und Ecken. Im besten Fall nutzen Sie eine sogenannte Maus, eine extra für diesen Zweck hergestellte Eckenrolle. Erst im Anschluss sollte mit den großen Rollen die Wand/die Decke bearbeitet werden. So entsteht ein für das Auge ansehnlicher Anstrich.

Vorsicht: Von Malerrollen aus Vestan oder Plüsch ist abzuraten, da sie lästige Fasern und Fussel an den Wänden hinterlassen können.

5. Korrektes Streichen

Nur mit den richtigen Farben können Sie gute Ergebnisse erzielen. In erster Linie hängt die Qualität von Farben von der Deckkraft ab, d. h. von der Menge an weißen Farbpigmenten. Diese wird nach der DIN EN 13300 Norm in vier Stufen unterteilt. In jedem Fall sollten Sie bei sehr fleckigem Untergrund oder einem hohen Farbkontrast zwischen alter und neuer Wandfarbe Farben der Klasse 1 oder 2 benutzen.

Zwar gilt normalerweise, dass ein gutes Deckvermögen mit einem höheren Preis einhergeht, aber genauso können Hausmarken von verschiedenen Bauhäusern die nötige Qualität mitbringen. Informieren Sie sich doch sicherheitshalber vor dem Erwerb und stellen Sie per großzügiger Hochrechnung (20% mehr m²) sicher, dass Ihnen nicht mittendrin die Farbe ausgeht.

Um den Streichvorgang zu erleichtern, lassen sich manche Innenfarben durch das Hinzufügen von höchstens 10% Wasser verdünnen. Dadurch wird die Deckkraft nur leicht beeinträchtigt. Hierbei ist aber Vorsicht angesagt. Denn Farben von Alpina sind bereits verarbeitungsfertig und müssen deshalb nicht mit Wasser verdünnt werden. Darum ist es ratsam, stets die Herstellerangaben auf den Produkten zu beachten und dabei nicht zu vergessen, die Farbe gut zu verrühren.

Wenn Sie die Vorbereitungen abgeschlossen haben und alle benötigten Klebe- und Abdeckarbeiten erledigt haben, können Sie mit dem Streichen anfangen. Nach dem Streichen der Kanten und Ecken wird im Anschluss daran die Decke gestrichen. So können später Spritzer an den Wänden überstrichen werden. Professionelle Malerfirmen empfehlen beim Streichen die sogenannte Nass-in-Nass-Methode. Bei dieser Methode setzen sie die Farb-Rolle jeweils überlappend im noch nicht getrockneten Farbstreifen an. Um Farbunterschiede durch neues Ansetzen zu vermeiden, sollten großen Flächen immer ohne Pause gestrichen werden. Das benutzen einer Teleskopstange hat nicht nur den Vorteil, dass Decken leichter erreicht werden können, unter anderem bewirken sie auch einen gleichmäßigeren Bewegungsablauf und weniger große Druckunterschiede.

Sehr wichtig: Sollte die Farbe nach dem ersten Anstrich noch unregelmäßig und fleckig aussehen, ist es entscheidend der Farbe Zeit zum Trocknen zu geben. Erst wenn die Farbe komplett getrocknet ist, lässt sich das Endergebnis feststellen und der zweite Anstrich kann unter Umständen folgen.

6. Das richtige Reinigen der Utensilien

Nach dem Streichen sollten all Ihre Werkzeuge gründlich gereinigt werden. Auf diesem Wege können sie zu einem späteren Zeitpunkt nochmals verwendet werden. Unter einem fließendem Wasserhahn und mit ein wenig Seife lassen sich Rollen leicht reinigen. Für Pinsel genügt es, ein wenig Verdünnung zu verwenden. Ihre Utensilien sollten Sie so lange unter fließendem Wasser reinigen, bis keine Farbe mehr austritt.

Menü