Parkett verlegen in 7 Schritten

Bevor man mit dem Verlegen des Bodenbelages anfängt, ist es ratsam, die Parkettdielen auf Zimmertemperatur zu bringen.

Parkett verlegen in 7 Schritten

Bevor man mit dem Verlegen des Bodenbelages anfängt, ist es ratsam, die Parkettdielen auf Zimmertemperatur zu bringen.

1. Die Oberflächen-Vorbereitung

Übersicht:

  • Parkettboden der Zimmertemperatur anpassen
  • Unebenheiten beheben

So funktioniert’s:

Bevor man mit dem Verlegen des Bodenbelages anfängt, ist es ratsam, die Parkettdielen auf Zimmertemperatur zu bringen. Der Holzboden passt sich nämlich durch die Akklimatisierung der Luftfeuchtigkeit sowie der Raumtemperatur an. Hierfür muss man das Parkett 48 Stunden im verpackten Zustand waagerecht in dem Raum liegen lassen, in dem man den Parkettboden im Anschluss verlegen möchte. Idealerweise ist eine Akklimatisierung bei einer Raumtemperatur von 18 °C bis 26 °C durchzuführen.

Zuallerallererst sollte man vor dem Verlegen des Parketts den Untergrund vorbereiten: Der Zimmerboden muss komplett staubfrei und trocken sein, zudem sollte man den Untergrund auf Unebenheiten kontrollieren und diese mit einem herkömmlichen Spachtel entfernen. Gegebenenfalls kann man auch kleinere  Risse und Löcher auffüllen.

2. Trittschalldämmung und Dampfbremse verlegen

Übersicht:

  • Verlegung der Trittschalldämmung und Dampfsperre
  • Circa 4 cm der Folienbahn jeweils an den Rändern überstehen lassen
  • Folie an den Rändern und Übergängen verkleben

So funktioniert’s:

Jetzt kann man mit dem Verlegen der Dampfsperre anfangen – vorteilhaft sind dabei Folien, die Trittschalldämmung und Dampfsperre in einem sind. Dampfsperren sind dafür da, dass von unten keine Feuchtigkeit in die Parkettdielen gelangt und diese sich somit verformen oder im schlimmsten Fall sogar Schimmel gebildet wird.

Die Folienbahnen sollte man über die komplette Fläche verlegen und anschliessend an den Rändern circa 4 cm überstehen lassen. Damit die Dampfsperre im Anschluss gut wirkt, ist es entscheidend, dass man die Übergänge und die Ränder gut verklebt. Meistens ist im Set mit der Folie ein spezielles Klebeband vorhanden.

3. Zimmer ausmessen und Übergangsprofile montieren

Übersicht:

  • Zimmer ausmessen
  • Übergangsprofile an Übergängen und Türöffnungen montieren

So funktioniert’s:

Anschliessend muss man sich für eine Verlegerichtung der Dielen entscheiden. Um den Raum länger wirken zu lassen, muss man Parkett längs verlegen. Verlegt man es dahingegen quer, macht man das Zimmer breiter. Auch der Lichteinfall ist entscheidend, denn wenn man mit dem Lichteinfall verlegt, werden im Nachhinein Schattenbildungen vermieden.
Danach beginnt man damit, das Zimmer auszumessen. Dadurch bekommt man die Parkettreihen-Anzahl heraus.

Wichtig: Wenn sich die letzte Reihe um eine Lückenbreite von 5 cm unterschreitet, muss man die allererste Reihe dementsprechend längs zuschneiden, um die Breite der letzten Reihe über den Wert von 5 cm zu bekommen. Das ist entscheidend für die Stabilität.

Es ist empfehlenswert, überall dort, wo andere Bodenmaterialien sind, etwa bei Übergängen in andere Zimmer oder in Türöffnungen, Übergangsprofile zu montieren. Die Übergangsprofile kann man mit einer Metallsäge entsprechend der Raummasse zuschneiden und anschliessend mit einem Akkubohrer fest im Boden verschrauben. Im Nachhinein werden die Dielen daran angelegt und der Übergang mit einer Abschlussleiste versehen.

4. Verlegen der ersten Parkettreihe

Übersicht:

  • Von der ersten Längsseite die Nuten entfernen
  • Ausrichten der ersten Reihe mit Wandabstand
  • Klicksystem aneinanderstecken und festklopfen

So funktioniert’s:

Wenn man sich für eine Verlegerichtung entschieden hat, ist es gut, an den Dielen die in der ersten Reihe sind, die Nuten der Längsseiten mit einer Stichsäge abzusägen. Platzieren Sie die erste Parkettdiele dann bündig mit den Nutseiten in eine Ecke des Zimmers und fügen Sie an der Längs- und Stirnseite der Parkettdiele beispielsweise Holzkeile zwischen Wand und Parkett ein. Achten Sie auch auf eine Dehnungsfuge von 10 mm bis 15 mm von der Wand bis zur Diele. Diese Fuge bringt den Vorteil mit sich, dass das Holz auf diese Weise auch nach der Verlegung weiterhin Bewegungsfreiheit hat. Die Dehnungsfuge verschwindet dann später unter den Fussleisten.

Jetzt kann man das Klicksystem zusammenstecken und wenn alles soweit in Ordnung ist, schlägt man die Diele mit Gummihammer und Holzbalken fest. Einige Parkettarten besitzen kein Klick-System, bei diesen kann man dann an der Verbindung von Feder und Nut Holzleim auftragen. Holzleim der herausquillt, sollte sofort mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Bei der zweiten Parkettreihe beginnt man allerdings nicht mit einer kompletten Diele, sondern benutzt das Endstück der ersten Reihe als Anfangsstück.

5. Parkettdiele an Heizungsrohre anpassen

Übersicht:

  • Exakte Lage der Rohre kennzeichnen
  • Mit Bohrschrauber die Aussparungen machen
  • Dielenwandstück mit Handsäge aussägen und anschliessend verleimen

So funktioniert’s:

Um eine Parkettdiele an vorhandene Heizungsrohre anzupassen, muss man die Diele an die Rohre anlegen und die Lage der Rohre an der Diele markieren. Danach muss man die Aussparungen mit einem Anschlagwinkel anzeichnen und mithilfe eines Bohrschraubers zwei Löcher bohren. Man kann für diesen Arbeitsschritt ein Stück Holz als Unterlage verwenden. Zwischen Parkettdiele und Heizungsrohren sollte idealerweise circa 1cm Abstand verbleiben.

Damit man das Parkett nun auf die Rohre schieben kann, muss man die Parkettdiele an der gebohrten Stelle mit einer Stichsäge aussägen. Es ist von Wichtigkeit, dass man genau arbeitet, damit man den Ausschnitt wiederverwenden kann. Klicken Sie im Anschluss die Parkettdiele ein und setzen Sie das ausgesägte Stück mit Holzleim wieder ein.

6. Verlegung der letzten Parkettreihe

Übersicht:

  • Auf Fugenversatz achten und weitere Dielen verlegen
  • Mit Handkreissäge die letzte Reihe Parkettdielen in der Breite zuschneiden
  • Die Reihen mit Zugeisen und Gummihammer verbinden

So funktioniert’s:

Nach den Anpassungen an Türzargen und Heizungsrohren verlegt man wieder eine ganze Parkettdiele, die eingeklickt wird. Man sollte beim Verlegen auf die Länge des Endstückes und auf den Fugenversatz achten. Auch sollte man keinesfalls die Dehnungsfuge an den Wänden mit den Abstandskeilen vergessen. Hindernisse wie beispielsweise ein Sockel im Zimmer lassen sich mit einer handelsüblichen Stichsäge ausklinken. Da man an den Türdurchgängen keine Fussleisten verlegen kann, sollte man das Parkett am besten bis unter die Türzarge verlegen.

Die Parkettdielen für die letzte Reihe muss man nicht nur in der Länge, sondern auch in der Breite zuschneiden. Beachtet werden muss vor allem auch die Dehnungsfuge. Dann kann man die Parkettdiele mit der Handkreissäge auf die gewünschte Breite zusägen. Nachdem man die letzte Reihe drangeklickt hat, muss man mit einem Gummihammer und einem Zugeisen die letzte Reihe hinklopfen, so dass jede Diele optimal an der anderen anliegt.

7. Das Anbringen der Sockelleisten

Übersicht:

  • Entfernen der Abstandskeile
  • Das Abschneiden der überstehende Folie
  • Sockelleisten sägen und ankleben
  • Übergangsleisten im Boden montieren

So funktioniert’s:

Zunächst muss man alle Abstandskeile zwischen Wand und Parkett entfernen. Dann schneidet man am besten mit einem Teppichmesser die überstehende Folie ab. Jetzt muss man messen, wie lang die Leisten sein müssen und dementsprechend schneidet man sie mit einer Kapp- und Gehrungssäge zu. Für Ecken schneidet man die Sockelleisten im 45°-Winkel zu. Die angepassten Leisten bringt man dann zum Beispiel mit den passenden Nägeln an der Wand an. Zu guter Letzt schneidet man noch die Übergangsleisten mit einer Säge zurecht und verschraubt sie im Boden. Ausserdem schiebt man über die Heizungsrohre passende Rosetten – und fertig!

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