Das ist bei der Streichung von deiner Mietwohnung zu beachten

Eine Mietwohnung entspricht nur in den wenigsten Fällen den persönlichen Vorstellungen der Mieter. Trotzdem lassen sich einige Bereiche mit ein wenig handwerklichem Geschick und ein bisschen Farbe den eigenen Vorstellungen anpassen. Wer vor hat seine Mietwohnung zu streichen, der  sollte hierbei jedoch einige entscheidende Kriterien berücksichtigen.

Räumung der Mietwohnung.

Eine Mietwohnung entspricht nur in den wenigsten Fällen den persönlichen Vorstellungen der Mieter. Trotzdem lassen sich einige Bereiche mit ein wenig handwerklichem Geschick und ein bisschen Farbe den eigenen Vorstellungen anpassen. Wer vor hat seine Mietwohnung zu streichen, der sollte hierbei jedoch einige entscheidende Kriterien berücksichtigen.

Anweisungen zum Streichen der Mietwohnung

Der Vermieter darf während der Mietzeit keine Vorschriften im Mietvertrag festlegen, welche dem Mieter das Streichen der Wände in weiß oder anderen neutralen Farben anordnet. Dementsprechend darf der Mieter frei wählen, wie er die Mietwohnung streichen möchte. Aber einige Vermieter wollen sich damit nicht abfinden und führen Punkte bezüglich der Farbgestaltung in den Mietvertrag ein. Dennoch ist jedes Abkommen, die diese prinzipielle Freiheit bei der Farbauswahl einschränkt, gesetzlich wirkungslos. Eigentümer sind nicht dazu befugt, dem Mieter die jeweiligen Farben vorzuschreiben oder in sonstiger Weise ihre farblichen Vorstellungen durchzusetzen. Da bekanntermaßen Geschmäcker verschieden sind, ist der Mieter dazu ermächtigt, die Wände nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten. Nicht nur die Decken und Wände darf der Mieter neu mit Farben gestalten, auch die Fenster- und Türrahmen dürfen neu lackiert werden. Hierbei kann der Mieter – ohne diesbezüglich vorher den Vermieter fragen zu müssen – nach Wunsch loslegen. Während seiner Mietzeit, hat der Mieter komplett die freie Entscheidung, was die Auswahl der bevorzugten Farben betrifft. Normalerweise steht es dem Mieter frei, die Mietwohnung selbst zu streichen. Entstehen jedoch durch das Streichen stark sichtbare Schäden, ist der Mieter dazu verpflichtet, diese zu beheben. Im schlimmsten Fall für den Mieter, besteht der Eigentümer auf den Einsatz eines professionellen Malers, dessen Kosten selbstverständlich der Mieter tragen muss.

Zeitliche Vorgaben beim Streichen der Wohnung

Es finden sich in einigen Mietverträgen bestimmte Formulierungen, welche dem Mieter anordnen, regelmäßig Schönheitsreparaturen an der Mietwohnung durchzuführen. Bad, Küche und Toilette muss man allerspätestens nach rund drei Jahren streichen, Schlaf- und Wohnräume normalerweise alle fünf Jahre und in Nebenräumen ist ein Malern circa alle sieben Jahre wünschenswert. Diese konkreten Vorgaben sind allerdings bezüglich der Schönheitsreparaturen nicht rechtens. Sollte jedoch der Mieter den Mietvertrag unterschreiben, bindet er sich automatisch daran. Wenn Sie mit solchen Vorschriften nicht einverstanden sind, ist es entscheidend, vor der Vertragsunterzeichnung ein klärendes Gespräch mit dem Vermieter zu führen. Der Zustand der Mietwohnung beim Einzug ist eine grundlegende Voraussetzung für die Wirksamkeit der Renovierungsfristen. Denn nur wenn der Eigentümer die Wohnung renoviert und in einem ansprechenden Zustand an den Mieter übergeben hat, darf er auf periodisch durchgeführte Renovierungsarbeiten bestehen. Sie müssen in diesem Zusammenhang die Schönheitsreparaturen in guter Qualität und fachgerecht ausführen. Sie können natürlich auch die Mietwohnung selbst streichen, unter der Voraussetzung, dass Sie über ein ausreichendes Maß an handwerklichem Geschick verfügen. So kann der Mieter die Kosten für das Beauftragen eines Fachbetriebs umgehen. Vermieter müssen allerdings laienhaft durchgeführte und fehlerhaft erfolgte Reparaturarbeiten nicht hinnehmen. So haben sie das Recht, zum Beispiel die Neuverrichtung der Arbeiten oder einen Schadensersatz zu verlangen, wenn die Wände und Decken nicht gut gestrichen sind.

Beim Auszug Wohnung streichen

Die Mieter haben zwar bei der Wandgestaltung während der Mietdauer mehr oder weniger freie Wahl. Jedoch muss die Mietwohnung beim Auszug in einem farblich neutralen Zustand übergeben werden. Die Vermieter verlangen in einigen Mietverträgen, die Mietwohnung in schlichtem Weiß zu streichen. Wenn es sich hierbei aber um einen hellen Farbton handelt, der sich nur minimal von Weiß unterscheidet, darf die Wand normalerweise so bleiben. Dagegen müssen Sie bei einem Auszug jedoch fast immer bunte Wände in knalligen Farben überstreichen. Sogar wenn die Wände theoretisch gesehen noch in einem guten Zustand sind, müssen Sie kräftige Farbtöne übermalen. Es wären ratsam, diesen Aspekt bereits bei der Auswahl der Farben zu bedenken. Zwar verwandeln sich Zimmer durch angesagte Trendfarben an den Wänden zu wahren Schmuckstücken, aber ein heller Neuanstrich auf knalligen Farben kann sich dann doch oftmals als sehr arbeitsintensiv und schwierig entpuppen. In vielen Fällen schimmern dunkle Farbtöne durch den neue Anstrich hindurch, wenn farbige Wände mit anderen hellen Farben oder Weiß überstrichen werden. Deshalb führen ausgefallen gestrichene Wände beim Auszug meist zum Streit zwischen dem Mieter und dem Vermieter. Am Ende müssen die Mieter die Kosten für das professionelle Streichen der Mietwohnung übernehmen, sodass der vorherige Zustand gar nicht mehr erkennbar ist. Außerdem sind ebenso Wandtattoos ohne bleibende Rückstände zu entfernen.

Diese Punkte muss man beim Streichen der Mietwohnung beachten

Beim Auszug ist normalerweise lediglich ein Anstrich der Wände nötig. Jedoch kann es durchaus passieren, dass in einigen Zimmern auch die Decke einen neuen Anstrich benötigt. Insbesondere in Küchen und Bädern ist das meistens aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit notwendig. Allgemein müssen Mieter Türen und Fenster nur von innen streichen, dies aber auch nur, wenn der Anstrich optisch stark beschädigt oder vergilbt ist. Wenn das nicht der Fall sein sollte, müssen Sie diese Bereiche auch nicht streichen. Ansonsten geben wir Ihnen zu bedenken, dass Sie niemals Kunststoff- und Metallfenster anstreichen sollten. Wenn Sie in der Mietwohnung sonstige Veränderungen mit Farbe vornehmen möchten, dürfen diese keine Veränderungen bei der Bausubstanz hervorrufen oder keine Schäden verursachen. Darüber hinaus muss es immer machbar sein, alle von Ihnen vollzogenen Arbeiten, wieder rückgängig zu machen. Außer Sie vereinbaren diese Arbeiten im Vorfeld mit dem Eigentümer. Vor dem Arbeitsbeginn sollten Sie in Zweifelsfällen immer den Vermieter informieren und seine schriftliche Zustimmung einholen.

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